Linux

Linux ist ein Betriebssystem, das ab 1991 von Linus Torvalds für x86-Systeme entwickelt wurde. Torvalds ursprüngliches Ziel war nicht ein Betriebssystem zu entwickeln, sondern mit einer Terminalemulation optimal die Hardware seines Computers zu nutzen. Torvalds verbreitete sein System in der Usenet-Community als “freies” Hobby-Betriebssystem und forderte Mitglieder dazu auf, an seinem Projekt mitzuwirken. Auf diese Weise konnte sich das System schnell verbreiten und wurde beliebt bei Programmierern, Entwicklern und Hobby-Enthusiasten. Das berühmte Pinguin-Maskottchen (Tux) kam erst 1996 auf und besteht bis heute weitgehend unverändert.

Ubuntu Linux

Einsatzgebiete

Linux steht heute in der Rangliste als eines der drei relevantesten Betriebssysteme. Es darf sich dabei neben Microsoft
Windows und Apple macOS als meist-verwendetes System überhaupt bezeichnen. Der Einsatz beschränkt sich dabei längst nicht mehr nur auf die x86-Architektur, sondern auf einer Vielzahl mehr oder weniger verbreiteter Architekturen wie beispielsweise ARM, RISC, PowerPC und SPARC. Neben normalen Heimanwender-PCs findet es sich auf Arbeitsplatzrechnern, Großrechnern und Servern, aber auch auf Smartphones, Routern, Multimediageräten, Speichersysteme und mehr.

Es vzeichnet sich durch hohe Sicherheit, breitgefächerte Einsatzgebiete und die kostenlose Verbreitung als freie Software durch entsprechende Lizenz-Bedingungen aus. Ebenfalls hohe Anpassbarkeit, zum Beispiel durch den Einsatz beliebiger Desktopumgebungen.

Verbreitung

Linux findet sich in einer Vielzahl von Distributionen, bekannteste Beispiele sind die Platzhirsche Ubuntu, Mint oder auch Fedora. Einige Distributionen wie beispielsweise Ubuntu Studio sind auf spezifische Zwecke ausgerichtet – in diesem Beispiel auf die Audio-, Grafik- und Videobearbeitung. Das Finden einer geeigneten Distribution für Einsteiger hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

In Deutschland bewegt sich Linux bei einem relativen Marktanteil zwischen drei und vier Prozent.

Entwicklung

Weltweit arbeiten ehrenamtliche aber auch kommerzielle Entwickler wie Google an Linux und Software für das Betriebssystem. Die Entwicklung des Kernels wird noch immer maßgeblich von Linus Torvalds selbst ausgeführt.

Durch den frei zugänglichen Quellcode können unabhängige Audits durchgeführt werden, das System wird von einer Unzahl an Entwicklern stetig verbessert und die Sicherheit gefördert. Überwachungsmechanismen, kriminelle Schadcodes oder Telemetrie (Überwachung des Nutzerverhaltens etc.) haben so wenig Chancen.

Muss Linux FOSS sein?

Zweifellos sind die meisten Linux-Systeme FOSS (Free and Open Source Software). Das bedeutet, dem Anwender steht es frei, die Software (kostenlos) zu nutzen, sie zu kopieren, sogar ihren Quellcode zu untersuchen und zu verändern. Doch es gibt auch kostenpflichtige Versionen, die sich meist an die kommerzielle Nutzung richten. Über Sinn und den Unsinn einer kostenpflichtigen Version kann man streiten, feststeht jedoch, dass sich die meisten Kosten dabei im Hinblick auf den Support beziehen.

Beispiele für kostenpflichtige Linux-Systeme
  • Red Hat Enterprise Linux (RHEL)
  • SUSE Linux Enterprise Desktop/Server (SLED/SLES)
  • ClearOS
  • Turbolinux
  • Linspire
  • Black Lab Linux
  • Zorin OS Ultimate

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