Linux ist keine Alternative

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36 Antworten

  1. Georg sagt:

    Ich verfolge diese Diskussion nun schon eine ganze Weile, irgendwie ist es immer wieder der übliche „Glaubenskrieg“ 🙂

    Selbstverständlich gibt es Anwender, die nicht auf Windows verzichten können, weil die Notwendige Software unter Linux nicht vorhanden ist, oder nicht die Funktionen hat, die man Braucht.
    Umgekehrt ist es das gleiche in grün.
    Über die Begrifflichkeit Alternative kann man sich auch ausgiebig auslassen, halte ich persönlich aber nicht wirklich für wichtig.
    Für nen Ferrari Fahrer ist nen Glof GTI auch keine Alternative, egal ob sie beide auf der Straße fahren und beide Verbrennungsmotoren haben 🙂
    So wenig wie die Physiker es bisher geschafft haben die Welt Formel zu finden, so wenig hat es bisher jemand geschafft eine Software für alle Welt zu Programmnieren.
    Wenn jemand bei mir ankommt und fragt was soll er benutzen, dann frage ich ihn erst einmal was er denn mit seinem Computer machen will.
    So weit ich informiert bin ist bei CAT DPD und auch bei Professioneller Bildbearbeitung der Mac noch konkurrenzlos, zumindest was Preis Leistung und auch Stabilität angeht.
    Wenn also jemand damit sein Geld verdient, würde ich ihm als erstes Empfehlen sich einmal einen Mac mit passender Software an zu gucken.

    Eine kleine Firma, die einfach nur ihre Mails, Office und Buchhaltung mit dem Rechner macht, der würde ich empfehlen sich einen kleinen Linux Rechner mit der passenden Software an zu sehen.
    Wenn da alles passt und er auch denkt das das alles noch in 5-10 Jahren pasen kann, würde ich eben gerade dies empfehlen, als Gegenargument für Windows würde ich die Hackerdfreundlichkeit, die kurzen Produktzyklen und recht hohe Softwarepreise anbringen. Abgesehen davon das wenn M$ es mal wieder in den Kopf bekommt, das dann plötzlich seine halbe Firmensoftware nicht mehr funktioniert.

    Wenns ne Privatperson ist, die einfach nur Hobbymäßig ihre Fotos etwas nachbearbeiten möchte, diese mit dem PC verwalten möchte, hier und da mal nen Brief schreiben und die Mails verarbeiten möchte, und ab und an mal im Internet unterwegs sein möchte, aber keine Lust hat sich alle Nase lang mit Vieren Updates u.s.w. Rum zu schlagen, und auch keine Lust hat das der Rechner nach nem Sicherheitsupdate zu 100% Secure ist (Einfach weil er Windowsrechner mal wieder nicht mehr Startet 😉 ) dann empfehle ich ihm einfach einmal mit Linux zu versuchen.

    Geht es aber um nen Rechner von jemandem, der immer das neuste Spielzeug haben möchte, meint seine Uhr und sein Handy mit dem PC Steuern zu müssen, oder irgendwelche aufwändigen 3D Spiele spielen zu wollen, dem Empfehle ich nen Windowsrechner und eine Linux Boot CD.
    (Die Boot CD wird er dankbar sein sie zu haben, wenn mal wieder sein Windowsrechner verreckt ist und er nicht mehr an seine Daten ran kommt 🙂

    Glaubenskrieg hin oder Her, für mich haben alle 3 System ihre Berechtigung, es ist halt davon abhängig was ich damit machen will.

    Ich persönlich benutze nur noch Linux, unter anderem weil gute Software da auch noch 10 Jahren noch läuft 🙂

    Um beim Auto zu bleiben …… jemand der sein Auto nur in der Stadt benutzt kann wenig mit nem Riesen Schlitten anfangen, der 250 KM/h macht.
    Einer der Als Handlungsreisender unterwegs ist wird wenig mit nem Smart anfangen können :-).

    Sprich für jemanden der Standartanwendungen wie Internet Mail und Office benutzt, das können alle 3 und da kann man sich dann überlegen ob man viel Geld für etwas ausgeben will, das man auch umsonst haben will.

    Jemand der Professionell Arbeitet sollte gucken welche Plattform ihm die Software bietet die er braucht.
    Sprich ob das eine oder andere Betriebssystem eine Alternative ist …. entscheidet der Anwender und zwar mit dem was er vor hat mit seinem Rechner zu machen 🙂

  2. Georg sagt:

    Es kann nur jeder für sich entscheiden ob Linux für ihn eine Alternative ist.
    Der größte Vorteil von Linux ist, dass man es Parallel zu einer bestehenden Windows Installation installieren kann.
    Sprich man kann in aller ruhe testen ob man damit klar kommt oder nicht.
    Bei einem Notebook zum Beispiel ist es teilweise mit etwas Spielen verbunden, bis man eine Distriubution findet, die mit der Hardware klar kommt.
    https://distrowatch.com
    Hier findet man eine Auflistung diverser Distributionen, dort sind auch einige für Spezialanwendungen.
    Hardware ist leider immer wieder ein Problem, einfach weil die Hersteller sich weigern passende Linuxtreiber zu produzieren.
    Allerdings, wenn man es weiß, dann kann man im Internet schauen welche Hardware mit Linux zusammen arbeitet.
    Teilweise haben die Hersteller auch inoffiziell Treiber, welche man nicht über deren HP findet, aber mit Google.
    Ich Persönlich nutze seit über 8 Jahren kein Windows mehr und komme damit wunderbar klar, und wenn ich mal ein Problem habe das ich nicht lösen kann, da muß man gestehen das die Linux Comunety, egal in welchem Forum, oder in welchem Social Net. Eigentlich immer sehr Hilfreich ist.
    Übrigens ….. wenn Windows mal wieder verreckt ist, kann man sich seine Daten meißt mit einer Bootfähigen Linux CD retten 🙂
    Es sei denn Windows zerstört sie selbst nach Update 😉

  3. Der René sagt:

    Ich bin die genau die, von Herrn Schropp, beschriebene Zielgruppe. Ich war/bin angenervt von Windows 7 und nun von 10 noch mehr. Vor 9 Jahren hab ich den Absprung von XP auf Ubuntu versucht zu machen, alleine weil es so schön schnell lief. Dann müsste ich leider, durch die Schule bedingt, vorerst bei Win 7 bleiben. Hab aber ein Dualboot System benutzt um weiter zu testen und den Wechsel vorzubereiten. Aber dann kam das System schon an seine Grenzen. Ich wollte meinen Epson SX218 einbinden und alleine das war ohne Internet Recherche für mich nicht möglich. Ich könnte dann zwar iwann drucken, aber der Scanner lief nie. Diesen benötigte ich aber. Was das alleine an Zeit gekostet hat. Dann kam die Android Zeit und man konnte nicht Mal eben ein paar Songs auf Telefon schieben. Geschweige denn das man Telefon Rooten oder Flashen kann, weil alle Programme für Windows geschrieben sind. Iphone das selbe. Ausser Surfen und Musik hören geht da nicht viel. Dann wollte ich mein Samsung LED Fernseher Updaten. Was steht da auf der Website von Samsung? Laden Sie diese EXE Datei runter und installieren sie die. Ich habe es auch noch nie hinbekommen eine .tar Datei zu installieren. Da bin ich wohl einfach zu dumm zu. Und in der Community ist es auch nicht einfach an Informationen zu kommen. Da wird man auch mal einfach runtergeputzt, wenn man nicht weiß wie man den Quellcode posten soll. Und die ganzen Befehle für die Shell ist auch nicht jedermann Sache. Ich hab auch nie begriffen wo der Unterschied zwischen Ubuntu, Linux Mint und Fedora ist, für mich sind die alle gleich. Ich bin nach wie vor total fasziniert von Linux und seine Performance und teste hin und wieder Mal ne Live CD/USB, aber „Linux-ist-keine-alternative“ trifft es eigentlich ganz genau.

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo René,
      lass mich den Unterschied zwischen den von dir genannten Linux-Systemen in einer Metapher erklären:
      Alle dieser Systeme sind wie Autos. Alle können sie fahren, nur ist eines grün, das andere grau und noch eins rot. Das eine Auto hat eine Klimaanlage, das andere nicht. Wieder eines getönte Fenster und ein anderes nicht. Alles sind es aber Autos, die mehr oder weniger den selben Zweck erfüllen. Dann gibt es Leute die sagen, sie würden nie einen BMW fahren, nur Audi ist der Beste. Andere schwören wieder auf Toyota. Die Hauptunterschiede liegen im Design und einzelnen Funktionen. Die „richtige Distribution“ ist wiederum eher eine Glaubensfrage, eine Geschmacksfrage im Design der Benutzeroberfläche und auch eingebaute Zusatzfunktionen sind entscheidend.

      Mit „Linux ist keine Alternative“ wollte ich allerdings keinesfalls sagen, dass Linux zu nichts zu gebrauchen ist. Nur verkaufen viele Artikel im Netz Linux als 1:1-Ersatz für Windows und damit ist der Begriff „Alternative“ hinfällig.

      Viele Grüße,
      Tim

      • Der René sagt:

        Also war mein Eindruck schon richtig und man erkennt nur als erfahrener Benutzer die wirklichen Unterschiede!? Ich bin auch nur durch meinen neuen Arbeitskollege auf Ihrer Seite gestoßen, da dieser meinte Manjaro wäre die Macht und wäre die beste Alternative. Und da ich, wie ich schon beschrieben habe, meine Erfahrungen gemacht habe, wollte ich mal sehen was sich inzwischen getan hat. Der Datenaustausch zwischen Android und Linux geht nun wohl auch. (ging früher auch schon, ab er nur unbequeme per Shell)
        Ich bin mit Ihnen da einer Meinung, man kann schon Linux verwenden, aber es ist nicht das Selbe wie Windows (sowie XOS) Wie heißt es so schön? Es gibt kein Vorteil ohne ein Nachteil. Spätestens wenn man ne. exe ausführen muss wird es schwer. Ja ich weiß, es gibt Wine oder VM. Aber damit belügt man sich schlussendlich selber, weil man nun doch nicht an Windows vorbei kommt. Ich würde schon begrüßen wenn man ne Alternative hätte, denn Microsoft hat echt nachgelassen. Die ganzen fehlerhaften Updates in letzter Zeit sind echt lästig und man lebt immer mit der Gefahr des totalen Verlust der Daten.

      • Tim Schropp sagt:

        Hallo René,
        das kann man so nicht sagen. Auch als unerfahrener Nutzer erkennst du zumindest grobe Unterschiede: GUI-Design, Funktionsumfang usw. Ob Manjaro das einzig wahre Linux ist, liegt wohl immer im Auge des Betrachters. Die jedenfalls beliebteste Distribution ist Mint, gefolgt von Ubuntu. Die Rangliste kannst du hier einsehen: https://distrowatch.com/dwres.php?resource=major

        Was Microsoft angeht, die Firma steht unter Zugzwang. Es gab nach Windows XP eine lange Zeit, in der Microsoft wirklich nichts neues mehr brachte und von Apple sowie auch Linux im allgemeinen überholt wurde, was Funktionen und Neuerungen anging. Seit Satya Nadella aber das Sagen hat, versucht Microsoft fast panisch dagegen zu steuern. Microsoft hat erheblich mehr kommerzielle Kunden als Apple oder Linux und damit stehen sie unter Zwang Neuerungen, Updates usw. zu bringen, sonst schlägt das in die Finanzen ein. Die „fehlerhaften Updates“ hatte ich mir alle installiert, sogar das 1810 und keine Probleme. Diese Vorfälle werden auch medial stark gehyped, nachher ist es nämlich wie bei Apple und international sind kaum 100 Nutzer betroffen…

      • Werner Koch sagt:

        Hallo Tim,

        erlaube mir bitte einige Kritische Punkte meinerseits:
        „Mit „Linux ist keine Alternative“ wollte ich allerdings keinesfalls sagen, dass Linux zu nichts zu gebrauchen ist.“
        „Nur verkaufen viele Artikel im Netz Linux als 1:1-Ersatz für Windows und damit ist der Begriff „Alternative“ hinfällig.“

        Die gewählte Formulierung ist jedoch bewusst gehalten und so gestaltet:
        „Es wäre mehr als Zufall, wenn das Linux-Programm alle gewohnten Funktionen bzw. überhaupt den Umfang besäße“

        „Linux ist keine Alternative“ kann auch verstanden werden, das es weit besser ist und daher nicht denn Stellenwert einer Alternative einnimt. Beide Aussagen (richtig oder falsch) wären also ohne Begründung richtig. Die nachträgliche Begründung bezieht sich jedoch auf ein nicht behandeltes Thema. Diese selbst lässt sich bestreiten und diskutieren, weil im Text nicht auf fehlende „1:1-Ersatz“ Lösungen eingegangen wird sondern auf dessen Qualität und Komplexibilität.

        Das es Hersteller von Anwendungen gibt die Linux nicht unterstützen lässt nicht bestreiten, gilt umgekehrt genauso. Es laufen heute noch Rechner unter MS-DOS weil die Modelbausteuerung für Eisenbahnanlagen nicht mal Windows 95 unterstützt.

        Die Objektive Aussagekraft, was hier nicht geschrieben wurde, ist somit sehr eindeutig erkennbar, zB. troz einer gewissen expertise das so geschriebener Text:
        „Der Vollständigkeit halber erwähnt, es gibt verschiedene Möglichkeiten, Windows-Software auf Linux zu nutzen, sie zum Beispiel zu emulieren – das bringt aber in der Regel eher Probleme mit sich, sofern es überhaupt funktioniert. Meistens werden auch nur stark veraltete Programmversionen von Emulatoren unterstützt. Die Performance des Programms wird dabei stark beeinträchtigt und es läuft im Normalfall auch nur sehr fehlerbehaftet, höchstwahrscheinlich aber gar nicht.“

        Während „Sie auf Ihrem bestehenden System eine „virtuelle Maschine““ nur für Linux jedoch nicht umgekehrt für Windows empfehlen.
        Die Erklärung des selbst gewählten Titels entspricht eher dem kurzen Satz; „Es gilt die Unschuldsvermutung“.

        PS:
        Warum nicht weiter erwähnen, dass das beiebte Windows 98 und Windows XP und auch Windows 7 den Schicksal mit Apricity OS Teilen? Zwischen den Zeilen versteh ich den Test als Apotheker-Werbung und PR braucht mann, wenn das Produkt sich nicht verkauft.

        Anlog zu der Erklärung: Würden Autos mit Windows laufen, wäre die Stadt von Pannenhilfe gelbgefärbt und der Motor würde nach 10km neustarten. Ihr Kofferaumdeckel würde ständig einen neuen Schloß brauchen weil ständig darin Sondermüll landet. Der alte NAVI geht mit der neuen Auto nicht under neue Auto kann mit der Geschwindigkeit der alten NAVI nicht mit. Sie sind aber gut beraten diese zu Nutzen, weil mit den Problemen bereits alle Experten sehr gut vertraut sind.

      • Tim Schropp sagt:

        Hallo Werner,

        mir ging es im ersten Teil nur darum, dass man Linux nicht mit Windows gleichsetzen kann, es aber genau so „verkauft“ wird. Linux-Programme, die nur im Zufall den Funktionsumfang des Windows-Pedant können: Das ist bewusst so gestaltet und so sehe ich das auch in der Praxis. Solche Anwendungen sind meist nur Kopien irgendwelcher Windows-Programme, die oftmals schnell zusammengebastelt wurden und dann wiederum auch als „Alternative“ angeboten werden.

        Wenn ich wie die bekannten Computer-Fachverlage hier sage: Wirf dein altes XP über Bord und hol dir Ubuntu, es ist so viel besser und genau das was du brauchst, dann muss der weniger versierte Anwender davon ausgehen können, dass sein iTunes (oder was auch immer) dort auch funktioniert. Daher auch das Beispiel mit Fahrrad und Rollschuhen. Da es iTunes nicht einmal für Linux gibt, kommt schon die Erkenntnis gefolgt von einer Suche nach Alternativen. Wie hieß diese iTunes-Kopie nochmals? Soundbird?? Ist schon eine Weile her und ich finde es spontan nicht… Ich habe das Programm mit dem schwarzen Vogel damals getestet – ja es war iTunes nachempfunden und konnte mit iPhone und iPod, aber der Funktionsumfang war eher dürftig – jetzt erklär mal einem Laien, dass er sich mit Soundbird nichts aus dem Apple-Appstore laden kann. Das lässt sich auch bei den meisten anderen Anwendungen so beobachten, die nicht im Sinne von „Das braucht man unter Linux“, sondern dem Motto „Das ist beliebt unter Windows, also kopieren wir es“ nachempfunden wurde.

        Im zweiten Teil gebe ich dir recht mit der Unschuldsvermutung, das beziehe ich in eine baldige Überarbeitung mit ein. Bei der Titelwahl war mir damals nur das Kontra wichtig, weil eben die Kernaussage immer dieselbe ist: Linux, nicht eine Alternative, sondern DIE Alternative.

        Zum PS: Ich finde nicht, dass Windows 98, XP oder 7 das Apricity OS-Schicksal teilen. Apricity existiert nicht mehr, Windows hingegen schon. Sicher ist das ein Linux, aber nach der Logik wäre es dann nicht eingestellt worden, sondern eine 2.0 erschienen. Wenn ich mir eine Distro wähle, dann weil ich genau diese will.

  4. tstueker sagt:

    Unwirsch und schlecht gemacht. Ich betreibe ein Unternehmen mit insgesamt 21 Systemen davon eins unter Linux und eines unter OSX. Warum?? Weil wir Software entwickeln. Wir machen aber auch noch mechanische Entwicklung (3D CAD), CNC Bearbeitung (3D CAM, gibts u.A. von Siemens unter Linux. Wir machen auf 4 Plätzen täglich DTP für Drucksachen, Messewände, Kataloge, kurz, alles, was ein Grafiker so produzieren muss. Und nein, wir setzen keine Adobe Programme ein, da diese nicht mehr Produktivität bieten. Im Satz Scribus, Freihandgrafik und Vektorgrafik Inkscape, ich vergass beim DTP VIVA Designer, sicherlich eine Light Version, wir betreiben durchgängiges Color Management, verarbeiten unsere Kamery RAW Daten u.A. aus Nikon 810, Hasselblad und Mamya digital Mittelformat und diversen anderen bildgebenden Systemen. Wir erstellen tatsächlich auch Rechnungen, Angebote und Lieferscheine, machen eine komplette ISO Tracability für unsere elektronischen Bauelemente und vieles mehr.
    Gegenüber der Windows-Welt haben wir eine Zeit- und Kosteneinsparung im IT-Bereich geschaffen, die von 2 Administratoren auf nahezu Null Aufwand heruntergefahren wurde. Wir machen mehr Gewinn. Seit fast zehn Jahren. Was also ist hier falsch?

    Ich finde es unsäglich, diese Art von Artikeln zu veröffentlichen. Journalismus ist anders.

    • Tim Schropp sagt:

      In erster Linie bin ich auch gar kein Journalist, des Weiteren vermisse ich in Ihrem Beitrag präzise Kontrapunkte. Auf kommerzielle/wirtschaftliche Verwendung geht mein Artikel doch gar nicht ein, sondern explizit auf die Verwendung am Heimcomputer.

      Natürlich spart Ihnen Linux Zeit und Kosten ein, Gründe dafür stehen sogar gleich im ersten Absatz. Sie programmieren Software für, wenn ich das richtig verstanden habe, CNC-Bearbeitung, mechanische Entwicklung und professionelles image processing? Das ist ebenfalls auf einem Heimcomputer fehl am Platz und dürfte auf den wenigsten Privat-PCs, egal unter welchem Betriebssystem vorzufinden sein. Warum keine Rechnungen, Angebote und Lieferscheine unter Linux erstellt werden könnten, verstehe ich nun nicht ganz.
      Gar nichts ist falsch, Herr Stücker. Sie haben das getan, was mein Artikel als Botschaft trägt: Sie haben sich mit dem System befasst!

      Unsäglich finde ich im übrigen, wenn ich nun auch nur Teile des Artikels wiederhole, dass Journalisten unwissenden Privatanwendern suggerieren, Rollschuhe seien das gleiche wie ein Fahrrad. Die Folgen sind übrigens auch beschrieben. Regelmäßig zu lesen auf beliebigen IT-Portalen, wenn neue Betriebssysteme erscheinen oder es ein Sommerloch zu stopfen gilt.

  5. hotmac sagt:

    Sorry, liebe Kommentatoren, aber einigen muss ich widersprechen. Ich versuche immer wieder einmal auf LINUX umzusteigen, aber für mich als Grafiker ist LINUX absolut inakzeptabel. Ich bin einer der Anwender die sich tatsächlich Pro-Versionen von Programmen kaufen. Im Bereich des DTP und der Druckvorstufe bietet LINUX de fakto keine brauchbaren Alternativen. GIMP, Inkscape und Scribus sind nur nette Versuche, mehr nicht. Und dann gibt es noch so eine Sache, die mich bei LINUX nervt: Man installiert oder de-installiert ein Programm und schwups fehlt eine für das OS erforderliche Erweiterung, weil sie mal eben mit de-installiert wurde, oder neuere Komponenten werden über bestehende drüber gebügelt. Ich muss meine Brötchen mit dem Gebrauch gut funktionierender Software verdienen, dabei setze ich auf ein glatt laufendes OS. Auch wenn ich Apple mittlerweile zum Abgewöhnen finde (WIN habe ich mir gar nicht erst angewöhnt), muss ich sagen, dass ich in 35 Jahren nur dreimal „lebensbedrohliche“ Mac-Abstürze hatte – und die habe ich selbst verursacht. Könnte ich mich auf LINUX genau so verlassen, würde ich von jetzt auf gleich wechseln. Ach ja, diese ständigen Grabenkämpfe in der LINUX-Entwicklergemeinde sind für mich das absolute Killerkriterium für ein OS. Solange man sich nicht auf einige Standards einigen will und jeder sein eigenes (natürlich besseres) Derivat bastelt, so lange ist LINUX keine echte Alternative.

  6. Daniel Bock sagt:

    Sorry das Menschen die aus der IT stammen immer wieder auf einem Vorurteil herum reiten – „Was nichts kostet kann nichts wert sein“.

    Bin seid 20 Jahren Admin und Entwickler und muss sagen, Linux ist mehr als eine Alternative.
    Immer wieder und wieder höre ich „Aber es gibt kein Photoshop, kein Solydedge, kein Microsoft Office, kein Sinutrain, kein, kein ,kein….usw“.

    Seid doch mal ehrlich habt ihr schon einmal eine Person angetroffen der sich „Microsoft Office Prof. oder Photoshop Mastercollection“ „gekauft hat“ ???.

    Es sind nur 30 Tage Beigaben und Testversionen. Ja man kann es auch kaufen aber nur die wenigsten Menschen brauchen es.

    Und jetzt mal zu Linux. Nachdem Windows XP eingestellt wurde hatte ich im privaten Umfeld das Problem das alle ein NEUES Windows wollten – also habe ich mir den Spaß gemacht mal ein Linux Mint zu installieren – und siehe da keiner hat rebelliert….

    Ja 95% brauchen nur Firefox, Chrome und wollen nur Film auf Youtube schauen – das entspricht wirklich den Tatsachen.

    Der Kollege stammt aus einem Systemhaus und zitiert immer wieder aus seinen füheren Team-Besprechungen.

    „Lasst ja nicht den Gedanken aufkommen Linux sei eine Alternative“, „Sicherheit muss gepflegt werden, dass kann nur eine Firma im Hintergrund“, usw….

    Wieso zum Teufel glaubt jeder das ein Apple MacBook besser ist als eine Lenovo oder HP Windows PC???

    Antwort: Apple sieht besser aus, Apple ist teurer und muss deshalb besser oder sicherer sein.

    Ich betreue eine Firma wo alle nur MAC haben und muss sagen so eine lächerliche Situation ist kaum zu glauben…. Am ersten Tag bekam ich gesagt bitte installieren sie Windows darauf.

    Chic und teuer muss es sein …. aber ja nicht mit etwas neuem konfrontieren!!!!

    Ich selbe setzte auf Arch-Linux – für meine Freunde Mint oder Manjaro ein. Und keiner hat bis jetzt gesagt – ich brauche Microsoft Office.

    Die Angst vor einer Linuxinstallation ist Geschichte…. stamme aus einer Generation C64 und kann behaupten eine Distro aus dem Jahr 2017 ist DAU sicher!!!!!!

    Habe meiner Schwiegermutter eine Multiboot-USB geschickt und über Telefon in 5 Minute installiert.

    Sie ist 67 Jahre alt…

    Menschen die neu in der Linux-Welt ankommen fragen gleich aber wieso siehts anders aus – anders muss nicht schlechter sein.

    Vorteile von Linux:

    1. Kostenlos wenn kein Support
    2. Viele Tutorials
    3. Millionen Anleitungen auf Youtube
    4. Keine Treibersuche
    5. Alle Anwendungen und das System werden zusammen upgedatet
    6. Die meisten Programme aus der Windowswelt gibt es auch für Linux
    7. Und natürlich SICHERHEIT

    Nachteile:

    1. Neuland
    2. Kein Support
    3. Man ist am Anfang auf sich allein gestellt

    Also „Nur Mut“!!!!

    Grüße Daniel

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Daniel,

      hui, das ist ja fast ein Roman! Aber gut, ich versuche mich da mal stückchenweise durchzuarbeiten…

      Bitte nenne mir doch die Stelle an der ich behauptet haben soll, dass was nichts kostet auch nichts wert sein kann 😕
      Davon war niemals hier die Rede und das war auch nie Bestandteil oder Kriterium meines Beitrags!

      Ich bin ehrlich wenn ich dir sage, dass ich in meinen alten Supporter-Tagen nur vereinzelt Leute angetroffen habe, die keine legalen Versionen von MS Office, Photoshop o.ä. auf den Rechnern hatten. Ebenso bei mir und im Freundes-/Verwandtenkreis. Diese 30 Tage-Testversionen gibt es nur noch vereinzelt, beim Kauf vieler höherwertiger Rechner ist Office auch meist dabei. Bekannt sollte dir allerdings sein, Herr Admin-Kollege, dass das mit den Raubkopien heute nicht mehr so „einfach“ ist, wie noch vor wenigen Jahren – dank Online-Aktivierung etc.!
      Die Menschen brauchen das alles nicht? Schön Daniel, dass du das für andere bestimmen kannst…!

      Ich bin zwar mittlerweile aus dem Support-Geschäft raus, kann aber ebenso hier keineswegs bestätigen, dass die Anwender von den wenigen Mac-Rechnern, die ich betreut habe, am nächsten Tag Windows drauf wollten. Mindestens gensau so wenig könnte ich bestätigen, dass es dort zu durchschnittlich weniger Problemen als unter Windows gekommen wäre. So sah es aber eher im Linux-Bereich aus: „Ich habe da gelesen, dass das so sicher ist und toll und man alles machen kann – können Sie mir so ein Linux besorgen?“ und kaum eine Woche später: „Also wir kommen damit nicht klar und möchten bitte wieder Windows haben“… 😉 Und in etwa so entstand auch die Idee zu diesem Artikel hier.

      Springen wir wieder zum Thema Office? Okay, Office ist nicht das einzige Anwenderprogramm, das es gibt und mit dem Anwender arbeiten, mit oder ohne Linux. Office ist nicht mehr wegzudenken und wenn du meine ganz ehrliche, unverblümte Meinung zu Open- bzw. LibréOffice möchtest: Das Programm ist für einfache Arbeiten geeignet, meiner Meinung nach aber irgendwann Ende der 1990-er Jahre steckengeblieben. Unterstrichen wird das nur noch durch diesen lachhaften „Zwergenaufstand“ Libré versus Apache, den die Foundation da seit Jahren recht erfolglos betreibt und Apache sich ins Fäustchen lacht.

      Genau das, was du in Deinem nächsten Absatz schreibst, habe ich im Artikel mehrfach aufgefasst: Linux kennenlernen und sich nicht bevormunden lassen! Ohne, dass ich dich jetzt angreifen möchte, hast du das aber auch bereits getan – so schreibst du oben, was die Leute Deiner Meinung nach zu brauchen haben und was nicht – und genau da sind wir wieder am roten Faden meines Artikels.

      Zu deinem Punkt 6: Die meisten Programme aus der Windows-Welt gibt es auch für Linux? 😀 Da bin ich jetzt aber gespannt, welche du mir da aufzählen kannst.

      Zum Abschluss muss ich dir aber nochmals querkommen, Herr Kollege. Du solltest wissen, dass es unter Linux sehr wohl Support gibt. Oft sogar besseren, schnelleren, für kommerzielle günstigeren und für Heimanwender auch kostenlosen! Übrigens bezog sich meine Auffassung im Artikel bzgl. des Supports auf Software-Hersteller, deren Programme über WINE betrieben werden oder Gerätehersteller, deren Hardware mit Drittanbieter-Tools unter Linux zum laufen gebracht werden.

      Viele Grüße, Tim 🙂

  7. Udo sagt:

    Zitat: „Per Definition stellt eine Alternative nicht nur die Wahl zwischen zwei oder mehreren Optionen dar, sondern eine völlig gleichwertige Option, die die Erste somit vollständig ersetzt.“

    Nach dieser Definition existiert zu allem keine Alternative.
    Selbst (scheinbar) identische Produkte würden keine Alternative bieten. Wenn jemand eine deiner Kameras zerstört und dir eine baugleiche neue kauft wäre das keine Alternative, es wäre nur ein Ersatz. Mit der neuen Kamera hast du nicht das gleiche erlebt, sie hat vielleicht einen Produktionsfehler oder den einen wichtigen Fehler nicht, der im entscheidenenden Moment zum perfekten Bild geführt hätte usw.
    Kurz gesagt: Aus dieser sehr engen Sicht der Dinge sind Alternativen nur falsifizierbar.

    Die Überschrift war doch Clickbait, oder? Bin voll drauf reingefallen. Gut gemacht…. 🙂

  8. Ohrwerk sagt:

    Danke Tim,

    also ich probiere seit Jahren immer wieder Linux aus und ich kann deinen Zeilen nur zustimmen.
    Es ist schon einiges passiert in den letzten 15 Jahren aber von einem System, welches DAU kompatibel ist, ist Linux bei momentaner Entwicklungszeit noch Jahrzehnte davon entfernt.
    Ich möchte dazu aber sagen, daß ich nur einmal ein funktionierendes DAU System in den Fingern hatte.
    Das war, ich muß es leider sagen MAC OS9.

    Aussagen wie „Schalt doch die Energieverwaltung ab, wenn sie nicht zu deiner Zufriedenheit funktioniert“ …
    Vermiesen es jeden normalen Menschen ein solches System zu benutzen wenn er gerade einen Film ansehen möchte und sich nach einigen Minuten der Bildschirmschoner einschaltet, Der Bildschirm aus geht oder noch viel nervigeres passiert.

    Sehr oft gehen den Menschen Anwendungen ab, welche sie von ihren Windows Kübeln gewöhnt sind.
    Es gibt entweder keinen oder nur unzureichenden Ersatz.
    Diese Problem hat man aber auch bei einem Umstieg von z. B. Windows XP auf Windows 10.

    Hier ein Beispiel: (https://sourceforge.net/projects/equalizerapo/)
    Ich verwende z. B. unter Windows „Equalizer APO“ um bestimmte Frequenzen zu Filtern.
    Wenn man dann ähnliches für Linux sucht bekommt man Kommentare wie:

    Verwende doch den oder den oder jenen Player, der hat einen Software Equalizer
    Keiner braucht so was
    Schreib’s doch selbst
    Ist wohl besser du bleibst bei Windows…
    Versuchs mit Wine! (nein Danke, ich r… lieber was 😉

    Wer gelegentlich einen Brief schreibt, Online Dienste in Anspruch nimmt, im Internet Surft oder gar eMails schreibt wird mittlerweile von vielen Distributionen sehr gut bedient.
    Ob dann die Anbindung des Druckers ohne einen „Spezialisten“ klappt ist schon wieder eine andere Sache.

    In diesem Sinne; „Ein Ausdruck ist nie vollkommen“

    PS: Hätt jemand ne alte Schreibmaschine für mich?

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Ohrwerk,

      ein Betriebssystem muss nicht zwingend „DAU kompatibel“ sein. Wie allerdings einige Funktionen unter Linux gehandhabt werden, wo beispielsweise ausschließlich die Kommandozeile zur Verwendung kommt, ist schon… – ich sage mal vorsichtig rückschrittlich. Wobei mir auch hier schon Sätze wie: „Wer braucht schon eine GUI“ untergekommen sind. MacOS 9 war keineswegs „DAU kompatibel“ und noch Mal ein ganz anderes Kapitel als das heutige Apple Betriebssystem. Auch was am heutigen MacOS so einfach sein soll, war mir nie so ganz klar. Allein schon weil das ganze System ja BSD/UNIX-basierend ist und die entsprechenden eben nicht „DAU-freundlichen“ Funktionen alle frei zur Verfügung stehen, aber im Gegensatz zu Linux nicht der einzige Weg sind, um zum Ziel zu gelangen.

      Die Diversität der Linux-Systeme ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Keine Einheit, keine klare Richtlinie, es fehlt (so mein Eindruck) auch alles, was irgendwie zukunftsweisend sein könnte. Wenn neue Features kommen, dann auch nur WEIL die kommerzielle Konkurrenz sie gerade eingebaut hat, und WENN dann auch nur Monate später. Und selbst hier muss dann wieder jeder Distro-Entwickler sein eigenes Süppchen kochen, sodass das alles in einem anarchistisch anmutenden Chaos endet. Es gibt Bereiche, da würde ich zwingend Linux empfehlen, aber auch welche, da würde ich nicht ein Mal daran denken…

  9. Basti sagt:

    Hahahaahh was für ein Schrott muss ich da lesen! Ich habe für alle Programme auch ein Linux Programm gefunden! Der einzige Grund warum so wenige Heimanwender Linux nutzen ist doch der, dass es zu wenige kennen und München war pure Inkompetenz. LiMux war ein Vorzeige-Linux das jahrelang funktioniert hat.

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Basti,
      Du hast also für alle Deine Programme einen Ersatz gefunden, schön. Das Problem fasst Du ja selbst in Deinem Satz auf – alle Deine Programme und darum trifft das jetzt automatisch auch auf alle anderen Nutzer zu? Glaube ich kaum.
      Der Grund, warum so wenige Heimanwender Linux nutzen ist eher nicht, dass es zu wenige kennen. Wer mit dem Internet zu tun hat (und das sind immerhin 92% der deutschen Haushalte!), wird früher oder später zwangsläufig auf Linux stoßen. Und wer unzufrieden mit seinem meist vorinstallierten Windows ist, wird sich automatisch Alternativen suchen. Ebenso wie die meisten PC-Magazine regelmäßig Linux als Titelthema haben. Nun können wir noch über Faulheit dieser Nutzer reden, oder es auch einfach gut sein lassen.
      Wenn LiMux jahrelang so gut funktioniert hat, wer sind dann die „Inkompetenten“? Sind diese Leute über Nacht inkompetent geworden? Immerhin lief das Projekt ja rund zehn Jahre. Die LiMux-Verantwortlichen sprechen viel mehr über starke Probleme mit Kompatibilität, zu hohem Aufwand, mangelnder Einheitlichkeit und, auch wenn Du es nicht gerne hören wirst, an fehlenden Anwendungen. Detailliert gibt es das hier nachzulesen.

  10. Dominik sagt:

    Hast du schon mal mit Linux gearbeitet und wie lange? Nenn mir doch bitte ein einziges Programm für das es unter Linux keinen gleichwertigen Ersatz gibt !

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Dominik,

      Photoshop und nein, GIMP ist nicht ansatzweise ein Ersatz. Weitere sind im Artikel aufgelistet. Mein Linux-Zeitkonto umfasst ca. zehn Jahre, viele Jahre lang Hauptsystem, aktuell aber nur noch Drittsystem.

      • Dominik sagt:

        10 JAhre? Das glaube ich nicht und GIMP ist eine super App die für die meisten Aufgaben absolut ausreicht. Linux ist das meist verwendete Betriebssystem der Welt du schreibst nur falsche schlechte Sachen und man soll es besser nicht nutzen blah. Wenn du dich mal mehr damit befasst lernst du es und siehst, dass es wirklich viel besser ist als Windows

      • Tim Schropp sagt:

        Hallo Dominik,

        Du musst mir auch nicht glauben, dazu zwinge ich niemanden 🙂
        GIMP mag für einige Aufgaben ausreichen, für anspruchsvollere aber nicht. Wenn es nur um RAW-Dateien geht, ist GIMP schon ziemlich am Ende. Linux ist zweifellos das meist verwendete Betriebssystem der Welt, aber hier haben wir ein Problem: Wo? Bei Servern, als Entwicklungsumgebung usw. – aber nicht beim Heimanwender. In dieser messbaren Masse bewegt sich Linux seit Dekaden bei 1%-Marktanteil, aktuelle Statistik von März 2017: 1,4% weltweit.

        Ich habe nie gesagt, Linux sei ein schlechtes Betriebssystem und man sollte es auf keinen Fall nutzen! Es geht wie beschrieben nicht darum, einem Interessierten Linux partout ausreden zu wollen, sondern darum sich nicht überstürzt etwas aufdrängen zu lassen. Und genau das ist der springende Punkt, Jubel-Artikel gibt es wie Sand am Meer. Diese schneiden das Thema an, suggerieren dem Nutzer, dass er das zu tun hat und alles was danach passiert, wird gar nicht erst aufgefasst. Aus meinem Artikel geht klar hervor, dass sich ein interessierter Anwender damit befassen UND für sich selbst(!!) die Entscheidung treffen soll, ob Linux für ihn geeignet ist oder nicht.

        Wenn Du mir mitteilen könntest, was genau du unter „falsche Sachen“ verstehst, könnte ich darauf eingehen.

      • Frank sagt:

        Jemand der seit 20 Jahren beruflich mit Computern zutun hat und seit zirka 5 Jahren mit Linux seine Brötchen verdient, kann sagen, der normale Heimanwender weiss nichts von Linux.

        Ich spreche jetzt nicht von Leuten die Ihren Rechner als Spieleplattform nutzen und immer die neusten Ego Shooter anspielen.

        Im Grunde gebe ich Dir mit Gimp Recht, aber man sollte auch bedenken wer die Zielgruppe ist. Oh UFraw ist Dir ein Begriff?

        http://ufraw.sourceforge.net/

        Noch ein kleiner Hinweis, der Linux Marktanteil sind reine Schätzungen. zumindest was den Desktop Bereich angeht. Im Server und Smartphone Bereich sieht das natürlich etwas anders aus.

        Wie ging das nochmal?

        Traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht hast.

      • Tim Schropp sagt:

        Hallo Frank,

        jemand der 20 Jahre mit Computern und fünf Jahre mit Linux zu tun hat, weiß selbstverständlich mehr als der normale Heimanwender. Es geht ja auch überhaupt nicht darum, aus dem Home-User einen Profi zu zaubern, viel mehr darum, den Heimanwender nicht zu bevormunden, denn auch dieser hat persönliche Bedürfnisse. Das können wir aber auf viele Bereiche ausweiten, ich würde sogar so weit greifen und sagen, dass wir schon eine regelrechte Bevormundungs-Kultur in Deutschland/Europa haben.

        Das Spiele-Argument, gerade bzgl. Steam kommt aber immer wieder. Ich kenne mich da leider wenig aus, meine aber Valve bringt (oder hat schon?) jetzt auch eine vergleichbare Plattform, die ebenfalls für Linux verfügbar ist. Und das wird, glaubt man der Resonanz aus Linux-Kreisen, endgültig der große Durchbruch von Linux auf dem Desktop. Spieler, die nicht Konsolen bevorzugen, „zocken“ unter Windows – folglich fehlt nun sämtliche Argumentation, warum man noch länger Windows nutzen sollte. Das ist ganz einfach gedacht und mindestens genau so unpassend.

        UFRaw ist mir bekannt. Eines der zahlreichen GIMP-Plugins zur RAW-Verarbeitung, das einmal mehr versucht, irgendwie an die Spannweite professioneller Tools zu kommen. Lassen wir dieses Thema, darüber könnte ich ein halbes Buch schreiben. Wenn GIMP eine Photoshop-Alternative darstellen möchte (so jedenfalls entnehme ich das deren Dokumentation), dann die Frage: Wer ist die Zielgruppe?

        Der Marktanteil ist nicht zwingend eine reine Schätzung. Unter einer reinen Schätzung verstehe ich ausgedachte Werte, eine „Pi Mal Daumen“-Errechnung. Es sind relative Messungen, die je nach Ersteller über Traffic laufen. Diesen Punkt hatte ich aber glaube ich im Artikel erwähnt.

      • Dieter sagt:

        @ Dominik: Eine etwas höflichere Ausdrucksweise wäre durchaus angebracht. Du musst nicht beleidigend werden – damit ist niemandem gedient. Einzig Fakten, Argumente, Erfahrungsnachrichten helfen hier weiter.

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