Linux ist keine Alternative

Tim Schropp

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8 Antworten

  1. Basti sagt:

    Hahahaahh was für ein Schrott muss ich da lesen! Ich habe für alle Programme auch ein Linux Programm gefunden! Der einzige Grund warum so wenige Heimanwender Linux nutzen ist doch der, dass es zu wenige kennen und München war pure Inkompetenz. LiMux war ein Vorzeige-Linux das jahrelang funktioniert hat.

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Basti,
      Du hast also für alle Deine Programme einen Ersatz gefunden, schön. Das Problem fasst Du ja selbst in Deinem Satz auf – alle Deine Programme und darum trifft das jetzt automatisch auch auf alle anderen Nutzer zu? Glaube ich kaum.
      Der Grund, warum so wenige Heimanwender Linux nutzen ist eher nicht, dass es zu wenige kennen. Wer mit dem Internet zu tun hat (und das sind immerhin 92% der deutschen Haushalte!), wird früher oder später zwangsläufig auf Linux stoßen. Und wer unzufrieden mit seinem meist vorinstallierten Windows ist, wird sich automatisch Alternativen suchen. Ebenso wie die meisten PC-Magazine regelmäßig Linux als Titelthema haben. Nun können wir noch über Faulheit dieser Nutzer reden, oder es auch einfach gut sein lassen.
      Wenn LiMux jahrelang so gut funktioniert hat, wer sind dann die „Inkompetenten“? Sind diese Leute über Nacht inkompetent geworden? Immerhin lief das Projekt ja rund zehn Jahre. Die LiMux-Verantwortlichen sprechen viel mehr über starke Probleme mit Kompatibilität, zu hohem Aufwand, mangelnder Einheitlichkeit und, auch wenn Du es nicht gerne hören wirst, an fehlenden Anwendungen. Detailliert gibt es das hier nachzulesen.

  2. Dominik sagt:

    Hast du schon mal mit Linux gearbeitet und wie lange? Nenn mir doch bitte ein einziges Programm für das es unter Linux keinen gleichwertigen Ersatz gibt !

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Dominik,

      Photoshop und nein, GIMP ist nicht ansatzweise ein Ersatz. Weitere sind im Artikel aufgelistet. Mein Linux-Zeitkonto umfasst ca. zehn Jahre, viele Jahre lang Hauptsystem, aktuell aber nur noch Drittsystem.

      • Dominik sagt:

        10 JAhre? Das glaube ich nicht und GIMP ist eine super App die für die meisten Aufgaben absolut ausreicht. Linux ist das meist verwendete Betriebssystem der Welt du schreibst nur falsche schlechte Sachen und man soll es besser nicht nutzen blah. Wenn du dich mal mehr damit befasst lernst du es und siehst, dass es wirklich viel besser ist als Windows

        • Tim Schropp sagt:

          Hallo Dominik,

          Du musst mir auch nicht glauben, dazu zwinge ich niemanden 🙂
          GIMP mag für einige Aufgaben ausreichen, für anspruchsvollere aber nicht. Wenn es nur um RAW-Dateien geht, ist GIMP schon ziemlich am Ende. Linux ist zweifellos das meist verwendete Betriebssystem der Welt, aber hier haben wir ein Problem: Wo? Bei Servern, als Entwicklungsumgebung usw. – aber nicht beim Heimanwender. In dieser messbaren Masse bewegt sich Linux seit Dekaden bei 1%-Marktanteil, aktuelle Statistik von März 2017: 1,4% weltweit.

          Ich habe nie gesagt, Linux sei ein schlechtes Betriebssystem und man sollte es auf keinen Fall nutzen! Es geht wie beschrieben nicht darum, einem Interessierten Linux partout ausreden zu wollen, sondern darum sich nicht überstürzt etwas aufdrängen zu lassen. Und genau das ist der springende Punkt, Jubel-Artikel gibt es wie Sand am Meer. Diese schneiden das Thema an, suggerieren dem Nutzer, dass er das zu tun hat und alles was danach passiert, wird gar nicht erst aufgefasst. Aus meinem Artikel geht klar hervor, dass sich ein interessierter Anwender damit befassen UND für sich selbst(!!) die Entscheidung treffen soll, ob Linux für ihn geeignet ist oder nicht.

          Wenn Du mir mitteilen könntest, was genau du unter „falsche Sachen“ verstehst, könnte ich darauf eingehen.

          • Frank sagt:

            Jemand der seit 20 Jahren beruflich mit Computern zutun hat und seit zirka 5 Jahren mit Linux seine Brötchen verdient, kann sagen, der normale Heimanwender weiss nichts von Linux.

            Ich spreche jetzt nicht von Leuten die Ihren Rechner als Spieleplattform nutzen und immer die neusten Ego Shooter anspielen.

            Im Grunde gebe ich Dir mit Gimp Recht, aber man sollte auch bedenken wer die Zielgruppe ist. Oh UFraw ist Dir ein Begriff?

            http://ufraw.sourceforge.net/

            Noch ein kleiner Hinweis, der Linux Marktanteil sind reine Schätzungen. zumindest was den Desktop Bereich angeht. Im Server und Smartphone Bereich sieht das natürlich etwas anders aus.

            Wie ging das nochmal?

            Traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht hast.

          • Tim Schropp sagt:

            Hallo Frank,

            jemand der 20 Jahre mit Computern und fünf Jahre mit Linux zu tun hat, weiß selbstverständlich mehr als der normale Heimanwender. Es geht ja auch überhaupt nicht darum, aus dem Home-User einen Profi zu zaubern, viel mehr darum, den Heimanwender nicht zu bevormunden, denn auch dieser hat persönliche Bedürfnisse. Das können wir aber auf viele Bereiche ausweiten, ich würde sogar so weit greifen und sagen, dass wir schon eine regelrechte Bevormundungs-Kultur in Deutschland/Europa haben.

            Das Spiele-Argument, gerade bzgl. Steam kommt aber immer wieder. Ich kenne mich da leider wenig aus, meine aber Valve bringt (oder hat schon?) jetzt auch eine vergleichbare Plattform, die ebenfalls für Linux verfügbar ist. Und das wird, glaubt man der Resonanz aus Linux-Kreisen, endgültig der große Durchbruch von Linux auf dem Desktop. Spieler, die nicht Konsolen bevorzugen, „zocken“ unter Windows – folglich fehlt nun sämtliche Argumentation, warum man noch länger Windows nutzen sollte. Das ist ganz einfach gedacht und mindestens genau so unpassend.

            UFRaw ist mir bekannt. Eines der zahlreichen GIMP-Plugins zur RAW-Verarbeitung, das einmal mehr versucht, irgendwie an die Spannweite professioneller Tools zu kommen. Lassen wir dieses Thema, darüber könnte ich ein halbes Buch schreiben. Wenn GIMP eine Photoshop-Alternative darstellen möchte (so jedenfalls entnehme ich das deren Dokumentation), dann die Frage: Wer ist die Zielgruppe?

            Der Marktanteil ist nicht zwingend eine reine Schätzung. Unter einer reinen Schätzung verstehe ich ausgedachte Werte, eine „Pi Mal Daumen“-Errechnung. Es sind relative Messungen, die je nach Ersteller über Traffic laufen. Diesen Punkt hatte ich aber glaube ich im Artikel erwähnt.

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