Linux ist keine Alternative

Tim Schropp

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11 Antworten

  1. Udo sagt:

    Zitat: „Per Definition stellt eine Alternative nicht nur die Wahl zwischen zwei oder mehreren Optionen dar, sondern eine völlig gleichwertige Option, die die Erste somit vollständig ersetzt.“

    Nach dieser Definition existiert zu allem keine Alternative.
    Selbst (scheinbar) identische Produkte würden keine Alternative bieten. Wenn jemand eine deiner Kameras zerstört und dir eine baugleiche neue kauft wäre das keine Alternative, es wäre nur ein Ersatz. Mit der neuen Kamera hast du nicht das gleiche erlebt, sie hat vielleicht einen Produktionsfehler oder den einen wichtigen Fehler nicht, der im entscheidenenden Moment zum perfekten Bild geführt hätte usw.
    Kurz gesagt: Aus dieser sehr engen Sicht der Dinge sind Alternativen nur falsifizierbar.

    Die Überschrift war doch Clickbait, oder? Bin voll drauf reingefallen. Gut gemacht…. 🙂

  2. Ohrwerk sagt:

    Danke Tim,

    also ich probiere seit Jahren immer wieder Linux aus und ich kann deinen Zeilen nur zustimmen.
    Es ist schon einiges passiert in den letzten 15 Jahren aber von einem System, welches DAU kompatibel ist, ist Linux bei momentaner Entwicklungszeit noch Jahrzehnte davon entfernt.
    Ich möchte dazu aber sagen, daß ich nur einmal ein funktionierendes DAU System in den Fingern hatte.
    Das war, ich muß es leider sagen MAC OS9.

    Aussagen wie „Schalt doch die Energieverwaltung ab, wenn sie nicht zu deiner Zufriedenheit funktioniert“ …
    Vermiesen es jeden normalen Menschen ein solches System zu benutzen wenn er gerade einen Film ansehen möchte und sich nach einigen Minuten der Bildschirmschoner einschaltet, Der Bildschirm aus geht oder noch viel nervigeres passiert.

    Sehr oft gehen den Menschen Anwendungen ab, welche sie von ihren Windows Kübeln gewöhnt sind.
    Es gibt entweder keinen oder nur unzureichenden Ersatz.
    Diese Problem hat man aber auch bei einem Umstieg von z. B. Windows XP auf Windows 10.

    Hier ein Beispiel: (https://sourceforge.net/projects/equalizerapo/)
    Ich verwende z. B. unter Windows „Equalizer APO“ um bestimmte Frequenzen zu Filtern.
    Wenn man dann ähnliches für Linux sucht bekommt man Kommentare wie:

    Verwende doch den oder den oder jenen Player, der hat einen Software Equalizer
    Keiner braucht so was
    Schreib’s doch selbst
    Ist wohl besser du bleibst bei Windows…
    Versuchs mit Wine! (nein Danke, ich r… lieber was 😉

    Wer gelegentlich einen Brief schreibt, Online Dienste in Anspruch nimmt, im Internet Surft oder gar eMails schreibt wird mittlerweile von vielen Distributionen sehr gut bedient.
    Ob dann die Anbindung des Druckers ohne einen „Spezialisten“ klappt ist schon wieder eine andere Sache.

    In diesem Sinne; „Ein Ausdruck ist nie vollkommen“

    PS: Hätt jemand ne alte Schreibmaschine für mich?

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Ohrwerk,

      ein Betriebssystem muss nicht zwingend „DAU kompatibel“ sein. Wie allerdings einige Funktionen unter Linux gehandhabt werden, wo beispielsweise ausschließlich die Kommandozeile zur Verwendung kommt, ist schon… – ich sage mal vorsichtig rückschrittlich. Wobei mir auch hier schon Sätze wie: „Wer braucht schon eine GUI“ untergekommen sind. MacOS 9 war keineswegs „DAU kompatibel“ und noch Mal ein ganz anderes Kapitel als das heutige Apple Betriebssystem. Auch was am heutigen MacOS so einfach sein soll, war mir nie so ganz klar. Allein schon weil das ganze System ja BSD/UNIX-basierend ist und die entsprechenden eben nicht „DAU-freundlichen“ Funktionen alle frei zur Verfügung stehen, aber im Gegensatz zu Linux nicht der einzige Weg sind, um zum Ziel zu gelangen.

      Die Diversität der Linux-Systeme ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Keine Einheit, keine klare Richtlinie, es fehlt (so mein Eindruck) auch alles, was irgendwie zukunftsweisend sein könnte. Wenn neue Features kommen, dann auch nur WEIL die kommerzielle Konkurrenz sie gerade eingebaut hat, und WENN dann auch nur Monate später. Und selbst hier muss dann wieder jeder Distro-Entwickler sein eigenes Süppchen kochen, sodass das alles in einem anarchistisch anmutenden Chaos endet. Es gibt Bereiche, da würde ich zwingend Linux empfehlen, aber auch welche, da würde ich nicht ein Mal daran denken…

  3. Basti sagt:

    Hahahaahh was für ein Schrott muss ich da lesen! Ich habe für alle Programme auch ein Linux Programm gefunden! Der einzige Grund warum so wenige Heimanwender Linux nutzen ist doch der, dass es zu wenige kennen und München war pure Inkompetenz. LiMux war ein Vorzeige-Linux das jahrelang funktioniert hat.

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Basti,
      Du hast also für alle Deine Programme einen Ersatz gefunden, schön. Das Problem fasst Du ja selbst in Deinem Satz auf – alle Deine Programme und darum trifft das jetzt automatisch auch auf alle anderen Nutzer zu? Glaube ich kaum.
      Der Grund, warum so wenige Heimanwender Linux nutzen ist eher nicht, dass es zu wenige kennen. Wer mit dem Internet zu tun hat (und das sind immerhin 92% der deutschen Haushalte!), wird früher oder später zwangsläufig auf Linux stoßen. Und wer unzufrieden mit seinem meist vorinstallierten Windows ist, wird sich automatisch Alternativen suchen. Ebenso wie die meisten PC-Magazine regelmäßig Linux als Titelthema haben. Nun können wir noch über Faulheit dieser Nutzer reden, oder es auch einfach gut sein lassen.
      Wenn LiMux jahrelang so gut funktioniert hat, wer sind dann die „Inkompetenten“? Sind diese Leute über Nacht inkompetent geworden? Immerhin lief das Projekt ja rund zehn Jahre. Die LiMux-Verantwortlichen sprechen viel mehr über starke Probleme mit Kompatibilität, zu hohem Aufwand, mangelnder Einheitlichkeit und, auch wenn Du es nicht gerne hören wirst, an fehlenden Anwendungen. Detailliert gibt es das hier nachzulesen.

  4. Dominik sagt:

    Hast du schon mal mit Linux gearbeitet und wie lange? Nenn mir doch bitte ein einziges Programm für das es unter Linux keinen gleichwertigen Ersatz gibt !

    • Tim Schropp sagt:

      Hallo Dominik,

      Photoshop und nein, GIMP ist nicht ansatzweise ein Ersatz. Weitere sind im Artikel aufgelistet. Mein Linux-Zeitkonto umfasst ca. zehn Jahre, viele Jahre lang Hauptsystem, aktuell aber nur noch Drittsystem.

      • Dominik sagt:

        10 JAhre? Das glaube ich nicht und GIMP ist eine super App die für die meisten Aufgaben absolut ausreicht. Linux ist das meist verwendete Betriebssystem der Welt du schreibst nur falsche schlechte Sachen und man soll es besser nicht nutzen blah. Wenn du dich mal mehr damit befasst lernst du es und siehst, dass es wirklich viel besser ist als Windows

        • Tim Schropp sagt:

          Hallo Dominik,

          Du musst mir auch nicht glauben, dazu zwinge ich niemanden 🙂
          GIMP mag für einige Aufgaben ausreichen, für anspruchsvollere aber nicht. Wenn es nur um RAW-Dateien geht, ist GIMP schon ziemlich am Ende. Linux ist zweifellos das meist verwendete Betriebssystem der Welt, aber hier haben wir ein Problem: Wo? Bei Servern, als Entwicklungsumgebung usw. – aber nicht beim Heimanwender. In dieser messbaren Masse bewegt sich Linux seit Dekaden bei 1%-Marktanteil, aktuelle Statistik von März 2017: 1,4% weltweit.

          Ich habe nie gesagt, Linux sei ein schlechtes Betriebssystem und man sollte es auf keinen Fall nutzen! Es geht wie beschrieben nicht darum, einem Interessierten Linux partout ausreden zu wollen, sondern darum sich nicht überstürzt etwas aufdrängen zu lassen. Und genau das ist der springende Punkt, Jubel-Artikel gibt es wie Sand am Meer. Diese schneiden das Thema an, suggerieren dem Nutzer, dass er das zu tun hat und alles was danach passiert, wird gar nicht erst aufgefasst. Aus meinem Artikel geht klar hervor, dass sich ein interessierter Anwender damit befassen UND für sich selbst(!!) die Entscheidung treffen soll, ob Linux für ihn geeignet ist oder nicht.

          Wenn Du mir mitteilen könntest, was genau du unter „falsche Sachen“ verstehst, könnte ich darauf eingehen.

          • Frank sagt:

            Jemand der seit 20 Jahren beruflich mit Computern zutun hat und seit zirka 5 Jahren mit Linux seine Brötchen verdient, kann sagen, der normale Heimanwender weiss nichts von Linux.

            Ich spreche jetzt nicht von Leuten die Ihren Rechner als Spieleplattform nutzen und immer die neusten Ego Shooter anspielen.

            Im Grunde gebe ich Dir mit Gimp Recht, aber man sollte auch bedenken wer die Zielgruppe ist. Oh UFraw ist Dir ein Begriff?

            http://ufraw.sourceforge.net/

            Noch ein kleiner Hinweis, der Linux Marktanteil sind reine Schätzungen. zumindest was den Desktop Bereich angeht. Im Server und Smartphone Bereich sieht das natürlich etwas anders aus.

            Wie ging das nochmal?

            Traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht hast.

          • Tim Schropp sagt:

            Hallo Frank,

            jemand der 20 Jahre mit Computern und fünf Jahre mit Linux zu tun hat, weiß selbstverständlich mehr als der normale Heimanwender. Es geht ja auch überhaupt nicht darum, aus dem Home-User einen Profi zu zaubern, viel mehr darum, den Heimanwender nicht zu bevormunden, denn auch dieser hat persönliche Bedürfnisse. Das können wir aber auf viele Bereiche ausweiten, ich würde sogar so weit greifen und sagen, dass wir schon eine regelrechte Bevormundungs-Kultur in Deutschland/Europa haben.

            Das Spiele-Argument, gerade bzgl. Steam kommt aber immer wieder. Ich kenne mich da leider wenig aus, meine aber Valve bringt (oder hat schon?) jetzt auch eine vergleichbare Plattform, die ebenfalls für Linux verfügbar ist. Und das wird, glaubt man der Resonanz aus Linux-Kreisen, endgültig der große Durchbruch von Linux auf dem Desktop. Spieler, die nicht Konsolen bevorzugen, „zocken“ unter Windows – folglich fehlt nun sämtliche Argumentation, warum man noch länger Windows nutzen sollte. Das ist ganz einfach gedacht und mindestens genau so unpassend.

            UFRaw ist mir bekannt. Eines der zahlreichen GIMP-Plugins zur RAW-Verarbeitung, das einmal mehr versucht, irgendwie an die Spannweite professioneller Tools zu kommen. Lassen wir dieses Thema, darüber könnte ich ein halbes Buch schreiben. Wenn GIMP eine Photoshop-Alternative darstellen möchte (so jedenfalls entnehme ich das deren Dokumentation), dann die Frage: Wer ist die Zielgruppe?

            Der Marktanteil ist nicht zwingend eine reine Schätzung. Unter einer reinen Schätzung verstehe ich ausgedachte Werte, eine „Pi Mal Daumen“-Errechnung. Es sind relative Messungen, die je nach Ersteller über Traffic laufen. Diesen Punkt hatte ich aber glaube ich im Artikel erwähnt.

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