MS-DOS

Microsoft DOS (MS-DOS) bzw. Disk Operating System ist ein Betriebssystem der Microsoft Corporation. Im Gegensatz zu Windows-Systemen verfügt DOS über keine grafische Benutzeroberfläche, sondern wird ausschließlich über die Befehlszeile bedient. Erstmals 1980 veröffentlicht, diente es noch bis zum Jahr 2000 als Unterbau für verschiedenste Windows-Systeme. 1985 veröffentlichte Microsoft Windows 1.0 und damit die erste, von Microsoft geschaffene grafische Benutzeroberfläche.

Versionshistorie

Hervorgegangen aus QDOS, 86-DOS und dem für IBM lizenzierten PC-DOS kam der Name MS-DOS erst in Version 1.25 im Jahr 1982 auf. Das Betriebssystem bot damals nur einen geringen Funktionsumfang, so zum Beispiel gab es unter Version 1.25 nicht einmal Verzeichnisse. Erst mit der Ausgabe 2.0 im Jahr 1983 kamen auch die ersten Anwenderprogramme wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation von Drittanbietern hinzu. DOS selbst bot bis zum Schluss lediglich einen Texteditor (EDIT). Taschenrechner, Termin- oder Kontaktverwaltungsprogramme kamen erst mit Windows oder durch weitere Drittanbieter. Erst ab Version 6.0 fügte Microsoft eine größere Programmauswahl bei, darunter beispielsweise die Möglichkeit Backups auf Disketten zu erstellen. CD-ROM-Treiber und auch der bekannte Virenschutz „MSAV“, Datenübertragung per Schnittstelle sowie die Defragmentierung.

 

MS-DOS 6.22
MS-DOS 6.22

Das letzte eigenständige MS-DOS war DOS 6.22 (1994). Als späterer Windows-Unterbau folgten noch DOS 7.0 und 7.10 im Jahr 1995 und 8.0 (2000) zum Einsatz in Windows ME. Diese Systemversion war erstmals nicht mehr selbstständig lauffähig.
 

MS-DOS 7.1 Bootscreen
MS-DOS 7.10 Bootscreen
MS-DOS
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