Hinweise zum Upgrade eines 32-Bit-Windows auf ein 64-Bit-Windows 8

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Seit dem 26. Oktober 2012 ist Microsofts neues Betriebssystem „Windows 8“ offiziell erhältlich. Um die großen Umstellungen so attraktiv wie möglich zu machen, stellte Microsoft das Betriebssystem-Upgrade bis Ende Januar 2013 als Download zu einem Preis von 30,- EUR, und für 49,99 EUR (Distributoren-Vertriebspreise können u. U. unterschiedlich ausfallen) als Datenträger anbieten.

Mit diesem Upgrade ist es möglich, von Windows XP, Vista oder 7 auf das neue Windows 8 zu aktualisieren. Auch mit Windows 8 wird Microsoft wieder eine 32-Bit-Version des Betriebssystems zum Kauf anbieten. Der Upgrade-Assistent bringt jedoch für unerfahrene Anwender ein paar Probleme mit sich.

Das Problem mit 32/64-Bit und dem Upgrade-Assistenten

Haben Sie bereits ein 64-Bit-Windows XP/Vista/7 installiert, kann ohne weiteres der Microsoft Upgrade-Assistent verwendet werden. Ist aber ein 32-Bit-System installiert, wird der Upgrade-Assistent ohne vorherige Nachfrage das 32-Bit-Windows 8 installieren.

Möchten Sie von einem 32-Bit-Windows auf ein 64-Bit-Windows 8 aktualisieren, wird zwingend der Datenträger benötigt. Die Downloadversion für 30,- EUR und der Upgrade-Assistent werden darauf bei der Auswahl des Downloads und der Bezahlung nicht hinweisen! Der Datenträger hingegen beinhaltet die 32-Bit- sowie auch die 64-Bit-Version.

32-Bit- und 64-Bit-Architektur… Was bedeutet das überhaupt?

Diese Begriffe beziehen sich in erster Linie auf die Informationsverarbeitung des Prozessors, ebenso werden Hardwareressourcen wie der Arbeitsspeicher mit einem 64-Bit-fähigen Gerät sehr viel besser ausgenutzt. Beispielsweise stehen so die kompletten 4GB Arbeitsspeicher, die in den meisten neueren Computern verbaut sind, zur Verfügung, während unter einem 32-Bit-System nur 3,x (je nach Rechner evtl. auch weniger) adressierbar sind. Vereinfacht gesagt steht mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung, somit bekommt das System einen spürbaren Geschwindigkeitsschub. Zudem können 32-Bit- und 64-Bit-Anwendungen, die immer häufiger zum Kauf oder zum Download angeboten werden, ausgeführt werden.

Was soll ich nehmen?

Das hängt in erster Linie davon ab, ob das Gerät überhaupt 64-Bit-fähig ist. Das lässt sich durch verschiedene Wege herausfinden, z. B. durch das Datenblatt, das Handbuch oder die Originalverpackung.

Windows Vista/7: In der Systemsteuerung „Leistungsinformationen und Tools“ auswählen. Hier auf „Detaillierte Leitungs- und Systeminformationen anzeigen“ klicken. Im Abschnitt „System“ kann eingesehen werden, ob das Gerät 64-Bit tauglich ist. Sollte Sie ein 64-Bit-Windows installiert sein, wird der Punkt nicht angezeigt.

Windows XP: Rechtsklick auf das Arbeitsplatz-Symbol und „Eigenschaften“ auswählen. Wenn „x64-Version“ im Punkt „System“ angezeigt wird, ist das Gerät 64-Bit tauglich. Ist der Punkt nicht ersichtlich, kann auch kein 64-Bit-System ausgeführt werden.

Es sei noch gesagt, dass beim Upgrade von einem 32-Bit- auf ein 64-Bit-Windows keine Dateien und Einstellungen übertragen werden können. Vor der Installation sollten Sie also unbedingt noch ein Backup erstellen!

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